Deutschsprachiges Social Media Event Twittwoch!

Heute möchten wir hier im NetzNews Blog einmal auf eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung hinweisen oder besser gesagt sogar den Veranstalter selbst zu Wort kommen lassen. Der ein oder andere Leser wird das Event, welches unter dem Namen Twittwoch veranstaltet wird vielleicht schon kennen, da dieses seit einiger Zeit schon in einigen Städten Deutschlands stattgefunden hat.

Der Twittwoch ist, wie man an der Überschrift dieses Artikels schon erkennen kann, ein deutschsprachiges Social Media Event, das von Stefan Wolpers gegründet wurde und ebenfalls auch teils selbst von ihm mit veranstaltet wird.

Das der Austausch zwischen Unternehmern, Gründern und Kreativen nicht nur im Netz sehr wichtig ist, haben zahlreiche andere Veranstaltungen im Vergangenen bereits bewiesen. Hier beim Twittwoch dreht es sich dabei ganz um das Thema Social Media und so gab es bei der letzten Veranstaltung am 7. April diesen Jahres, bei welcher die NetzNews Redaktion erstmalig teilnehmen konnte, einen sehr interessanten Vortrag von Henning Krieg zum Thema “Twitter und Recht”, sowie die Vorstellung des neuen deutschen Location based Service von friendticker, auf welchen wir im letzten Artikel bereits eingegangen sind.

Mit Stefan Wolpers hatten wir von der NetzNews Redaktion die Gelegenheit ein kleines Interview zu führen, das wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.

1. Was ist der Twittwoch?

Der Twittwoch ist ein Treffen von und für Menschen, die sich beruflich mit dem weiten Feld des Social Media (Marketing) beschäftigen. Der Twittwoch hat somit weniger mit Twitter zu tun, als der Name denken lässt. Wir beschäftigen uns mit allen relevanten sozialen Netzwerk wie z.b. Facebook, Youtube, LinkedIn – und eben auch Twitter. Ist eben ein schönes Wortspiel, denn alle Events finden Mittwoch Abend statt.

Normalerweise treffen wir uns in vier- bis achtwöchigem Rhythmus zu 2 Vorträgen und Networking, um uns untereinander auszutauschen. Mittlerweile gibt es den Twittwoch in fast allen größeren Städten, wie zum Beispiel Berlin, München, Köln, Frankfurt am Main und Essen. Die Sachsen rotieren zwischen Chemnitz, Leipzig und Dresden und zukünftig gibt es den Twittwoch auch in Stuttgart und Hannover; die Düsseldorfer überlegen noch, ich bin aber optimistisch.

2. Wie viel Menschen besuchen die Twittwoch-Veranstaltungen?

Die Anzahl der Teilnehmer unterscheidet sich je nach Region. In Berlin und München sind es in der Regel 100 oder mehr Teilnehmer. In kleineren Standorten sind es entsprechend weniger, in Essen beispielsweise um die 40 Teilnehmer. Allen Veranstaltungen ist gemein, dass die Teilnehmerzahlen steigen – wir haben also das richtige Thema zur richtigen Zeit besetzt.

3. Wie ist der Twittwoch entstanden?

Der Twittwoch ist im April 2009 entstanden, auf Berliner Open Coffee Club. Dieser ist eine Veranstaltung nach einem amerikanischen Format, quasi eine Art Match-Making für Unternehmer. Jeder Teilnehmer stellt sich hierbei kurz vor und eine der Fragen lautet:  Was suchst du?. Meine Vorstellung rückte an besagtem Tag zunehmend näher und ich überlegte mir, dass es interessant sein könnte, andere Menschen kennenzulernen, die ebenfalls für ihr Unternehmen bzw. ihr Start-up twittern würden. Das fanden anderen auch und zum ersten Twittwoch im Mai 2009 kamen dann bereits 25 Teilnehmer. Der Rest ergab sich in Folge ziemlich schnell – Social Media wirkt.

4. Wie wird der Twittwoch organisiert?

Man muss hier zwei Ebenen unterscheiden: a) Die regionalen Veranstaltungen – veranstaltet von den Chartern, wie wir sie nennen und b) den Trägerverein. Die Chapter sind alle unabhängig von einander und organisieren sich vor Ort selbst. Es gibt hierfür eine Charta, in welcher wir festgehalten haben, was wir mit dem Twittwoch erreichen wollen und wie ein Twittwoch idealerweise ablaufen sollte, siehe: Twittwoch Charta

Trotzdem hat jeder regionale Twittwoch seinen eigenen Charakter, was ja auch seinen Charme ausmacht. Dann gibt es noch den gemeinnützigen Trägerverein, den Twittwoch e.V., der für den Unterhalt von Twittwoch Blog, Twittwoch Twitteraccount und die Facebook Fanpage verantwortlich ist. Den Verein betreuen hauptsächlich Tom Pfeiffer und ich in unserer Funktion als Vorstände.

Der Verein ist übrigens auch Träger der neuen Twittwoch-Zweige Social Media und Web 2.0-Jobbörse, hier können Stellenangebote und Praktikumsstellen kostenlos veröffentlicht werden – und der neuen Workshop-Reihe – Social Media-Seminare von Praktikern für Praktiker mit realem Nutzen für den Arbeitsalltag -. Im Gegensatz zu den Twittwoch-Events und der Jobbörse sind die Workshops allerdings nicht mehr kostenfrei, sondern haben moderate Teilnahmegebühren.

5. Wie wird der Twittwoch sich weiter entwickeln?

Eine gute Frage: Wir werden sicherlich neue Standorte gewinnen, dass Blog wird umfassender werden (die Interviewreihen werden ja heute schon gern gelesen). Am spannendsten finde ich aber die Ausflüge des Twittwoch in kulturelle Gefilde, so z.B. das Streitgespräch zwischen Robert Basic und Markus Reiter zu dessen Buch “Dumm 3.0″ am 22. April 2010 in Berlin. Ich hoffe, wir sehen uns dann!

Erst einmal vielen Dank an Stefan für die ausführliche und sehr informative Beantwortung der Fragen. Bei wem nun Interesse geweckt wurde, der Termin für den nächsten, den 11. Twittwoch in Berlin steht mittlerweile auch schon fest, am Mittwoch den 5. Mai ab 19:30 Uhr findet das Treffen wie-gewohnt im Berliner Frannz Club statt.

Wer am nächsten Twittwoch in Berlin dabei seien möchte, der sollte sich hierzu am besten direkt über die Xing Eventseite anmelden. Alle weiteren Twittwoch Events in den anderen Städten kann man dem Twittwoch Blog entnehmen.

Xovi

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